Jahnelf erstmals Spitzenreiter

Die Jahnelf bejubelt den 3:1-Siegtreffer durch den Ex-Bochumer Baack (r.).

Auftakt nach Maß für den SSV Jahn! Nach dem 3:1-Heimsieg über den VfL Bochum grüßt die Elf von Chefcoach Mersad Selimbegovic zusammen mit Heidenheim von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Erstmals, nach 213  Zweitligapartien, darf sich der SSV somit Spitzenreiter im Unterhaus nennen, zudem steht er zum ersten Mal auf einem Bundesliga-Aufstiegsplatz. Die beste Platzierung bisher war Rang vier, auf dem die Rothosen insgesamt fünfmal standen – letzmals nach dem ersten Spieltag der vergangenen Saison.Auch für Selimbegovic stellt das 3:1 einen Topeinstand dar. Höher gewann in den letzten 20 Jahren nur Günter Brandl sein erstes Spiel als Cheftrainer (3:0 gegen Ahlen). Nachdem viele Fans am Sonntag ob der größeren Kaderbewegungen mit einer Sorgenfalte ins Jahnstadion gefahren waren, bleibt nach dem Heimsieg also ein positives Gefühl: Der SSV ist mitnichten qualitativ schlechter als vergangene Saison! Er macht anscheinend genau da weiter, wo er aufgehört hat – und hat demnach alle Chancen, den Klassenerhalt auch im dritten Jahr in Folge zu feiern.

Mit 120,88 km (Spitzenwert am ersten Spieltag) gehört die Jahnelf wie im letzten Jahr zu den laufstarken Teams, wie im letzten Jahr gibt die Jahnelf bis zum Schluss Vollgas – ein erstes Tor in der Nachspielzeit unetrmauert das (2018/19 waren es drei). Ebenfalls Mut macht, dass durch Chima Okoroji und Max Besuschkow die Standards wieder gefährlich wurden und Selimbegovic mit der Einwechslung von Baack ein glückliches Händchen bewies. Die Neuzugänge, die von Beginn an auf dem Platz standen (Meyer, Okoroji, Besuschkow und Schneider), machten durchweg einen positiven Eindruck, die Defensive um das Duo Nachreiner/Correia ließ gegen den VfL nahezu nichts zu. Und Andreas Geipl holte sich wie in den Jahren zuvor seinen ersten Karton schon im ersten Spiel. Trotz der vielen Transfers ist wohl doch alles beim Alten geblieben.

SSV kann befreit nach Hannover fahren

Alles super in der Oberpfalz nach dem ersten Spieltag also – der SSV kann befreit und ohne Druck ins Premierespiel gegen den HSV nach Hannover fahren. Der Absteiger unterlag zum Auftakt dem VfB Stuttgart und steht nun seinerseits unter Druck. Aber: Ausruhen sollte sich die Selimbegovic-Elf nicht! Auch Alexander Schmidt gewann sein Debüt als Jahncoach mit 3:1. Auch der FC Ingolstadt 2004 führte nach dem ersten Spieltag 2008/09 die Tabelle an. Am Ende stand trotzdem jeweils der Abstieg. Die Jahnelf ist erstmals Spitzenreiter der 2. Bundesliga und hat gezeigt, dass sie sich zum vergangenen Jahr offensichtlich nicht sonderlich verschlechtert hat – aber das ist nur eine Momentaufnahme.

– Regensburg, 31.07.19

Autor: brt

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